Kreative Intelligenz Teil 2

 

Um gute Ideen zulassen zu können brauchen wir ein bisschen Chaos. Leere, Unordnung oder Verwirrung können uns dabei helfen, etwas Neues zu kreieren, da das Bedürfnis, etwas zu schaffen bzw. Ordnung zu schaffen, kreative Ressourcen freisetzt. Im Spiel und in der Kunst geschehen dabei ähnliche Vorgänge. “Kunst hat den Auftrag, nachzudenken, frei zu sein und sich nicht in einen konkreten Nutzen pressen zu lassen, also konsumierbare Produkte herzustellen”, sagt Friedrich von Borries, Designtheoretiker an der HfbK im Hamburger Abendblatt.

Spielen ist nicht zweckgebunden, es ist die Fähigkeit, die “reale” Welt in eine selbst erdachte Welt zu verwandeln. Wir können uns zum Beispiel daran erinnern, wie wir als Kinder in Rollen und Situationen schlüpfen konnten, wenn wir spielten. Als Erwachsene haben wir eigentlich immer noch das Bedürfnis nach solchen Erfahrungen, wir erlauben es uns bloß nicht oft.
Das Spiel ist ein zweckfreies Tun, das seinen Sinn in sich selbst hat.

“Der Mensch spielt nur,
wo er Mensch ist und ist nur Mensch,
wo er spielt”
Friedrich Schiller

Spielen trainiert Kommunikations- und Imaginationsfähigkeiten, im Spiel erfindet man von Moment zu Moment, versucht, neue Denk- und Verhaltensweisen angesichts einer Problemstellung auszuprobieren. Es wird kurzerhand ein neues Universum erschaffen.
“Laut der griechischen Mythologie erfanden die Götter das Spiel. Die Erfindung des Würfels zum Zweck des Spielens soll auf den Gott Hermes zurückzuführen sein”. wiki
Der Wirtschaftswissenschaftler Karl-Heinz Brodbeck von der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt “schlägt seinen Studenten in einer Übung vor, sich ein Quadrat vorzustellen. Das mag banal klingen, bringt aber sehr unterschiedliche Ergebnisse hervor«, sagt er. »Manche sehen Leuchtstoffröhren, andere schreiben geometrische Formeln auf, wieder andere spielen in Gedanken mit bewegten Würfeln.« So bekomme jeder mit, wie andere denken, und könne selbst gewohnte Muster aufbrechen – bestenfalls auch bei Aufgaben, die komplexer sind als die Übung mit dem Quadrat”. Zeit.de

Bild: Titus Hamdorf


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Zeit zum verrückten Denken im Studium

 

Bildung heißt heutzutage Wissen. Wissen entsteht durch reine Informationsansammlung. Wo bleibt da die Kreativität?
Wolf Wagner fordert: “Verlängert das Studium, gebt Studenten Zeit zum verrückten Denken!” Er plädiert für die kreative Hochschule, um durch Assoziationen neuen Ideen Raum zu geben. Damit knüpft er an den “Humboldt’schen Bildungsbegriff an, der eine allgemeine Menschenbildung durchsetzen wollte, in der alle ihr jeweils bestes Potenzial erkennen und verwirklichen sollten.” erato.fh

Quelle: spiegel.de


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Psychologie der Innovation

 


Bild: Bernd Ehrhardt, PIXELIO

In deutschen Unternehmen werden Innovationen dringend benötigt, unser Rohstoff sind eigentlich die Innovationen. Dennoch, Innovationen treffen immer wieder auf Widerstand, Routinen nicht. Die Innovationspsychologie beschäftigt sich mit dem Verhalten der Menschen während eines Innovationsprozesses. Welche Kompetenz ist eigentlich erforderlich um Innovativ sein zu können? Welche Vorraussetzungen sollten in einem Unternehmen vorhanden sein, damit Innovationen entwickelt und umgesetzt werden können?
In dem Artikel “Psychologie der Innovation” von Michael Storks auf www.neunsight-live.de wird das Verhalten in deutschen Unternehmen aus der Sicht verschiedener psychologischer Disziplinen wie beispielsweise der Risikoforschung betrachtet.

Weniger reden fördert die Innovation” ist ein Fazit am Ende des ausführlichen und sehr interessanten Artikels. “Einige Minuten stillen Nachdenkens auf einer Sitzung stärkt die Innovationsfähigkeit einer Gruppe. So kann sich die Anzahl innovativer Ideen sogar verdoppeln, vor allem in Gruppen, die mindestens eine relativ introvertierte Person umfasst. Zu diesem Schluss kommt Arne de Vet in seiner Dissertation über die Auswirkung stillen Nachdenkens auf Kreativität und Innovation.”


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