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Kunstprojekte liegen im Trend. Luxusmarken engagieren sich für Kinder und Jugendliche aus den sozialen Brennpunkten. Bildungsprojekte sollen die Chancengleichheit erhöhen und den Kindern ermöglichen, neue Talente in sich zu entdecken und ihr Selbstvertrauen zu stärken. der Kosmetikkonzern Lancôme ermöglicht die Beschäftigung mit künstlerischen Berufen, Hermès bietet für mehrere Wochen Seidenmalerei unter der Leitung von zwei Künstlerinnen an, und LVMH vergibt Kunststipendium an arme Künstler.
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Bild: Artemio by PIXELIO
Im Zeitalter der Vernetzung von Gesellschaften und der Verknüpfung von Wissenschaften ist die Frage nach dem Sinn der Verbindung von Kunst und Wirtschaft logisch und unvermeidbar. Die Argumente, die dagegen sprechen, liegen auf der Hand: Warum sollte Kunst die Gefahr des Verlustes ihrer Autonomie eingehen und sich funktionalisieren lassen? Kunst existiert oft in einer gewissen Absichtslosigkeit, es ist die Erfassung und Dokumentation einer Idee oder einer Sache in Form von individueller Darstellung. Dadurch spielt die persönliche Botschaft, die “Sprache” des Künstlers eine wesentliche Rolle. Wirtschaft hat Ziele, die erreicht werden, am besten so effektiv und so effizient wie möglich. Die größte Schnittstelle zwischen Kunst und Wirtschaft ist das Produkt. Beide generieren ein Produkt, wobei das Produkt der Kunst ein Einzelstück ist, Ausdruck und oft Ende eines Prozesses, einer Auseinandersetzung. Das Produkt der Wirtschaft hingegen ist Massenware. Sein Prozess reduziert sich auf den Fertigungsprozess, der andere Kriterien hat als der künstlerische. Den größten Nutzen hat Wirtschaft von Kunst, wenn sie die Kriterien des “Fertigungsprozesses” im künstlerischen Prozess genauer untersucht und Teile daraus für sich adaptiert. Durch Reduktion und Mechanisierung der wirtschaftlichen Fertigungsprozesse sind wesentliche, lebendige Wertschöpfungen verloren gegangen, der Prozess an sich ist tot.
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Bild: Bernd Ehrhardt, PIXELIO
In deutschen Unternehmen werden Innovationen dringend benötigt, unser Rohstoff sind eigentlich die Innovationen. Dennoch, Innovationen treffen immer wieder auf Widerstand, Routinen nicht. Die Innovationspsychologie beschäftigt sich mit dem Verhalten der Menschen während eines Innovationsprozesses. Welche Kompetenz ist eigentlich erforderlich um Innovativ sein zu können? Welche Vorraussetzungen sollten in einem Unternehmen vorhanden sein, damit Innovationen entwickelt und umgesetzt werden können?
In dem Artikel “Psychologie der Innovation” von Michael Storks auf www.neunsight-live.de wird das Verhalten in deutschen Unternehmen aus der Sicht verschiedener psychologischer Disziplinen wie beispielsweise der Risikoforschung betrachtet.
“Weniger reden fördert die Innovation” ist ein Fazit am Ende des ausführlichen und sehr interessanten Artikels. “Einige Minuten stillen Nachdenkens auf einer Sitzung stärkt die Innovationsfähigkeit einer Gruppe. So kann sich die Anzahl innovativer Ideen sogar verdoppeln, vor allem in Gruppen, die mindestens eine relativ introvertierte Person umfasst. Zu diesem Schluss kommt Arne de Vet in seiner Dissertation über die Auswirkung stillen Nachdenkens auf Kreativität und Innovation.”

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Pressebild: Diamantenschädel von Damien Hirst
Was Manager von Damien Hirst lernen können (bei Handelsblatt.com am 08.02.2010 veröffentlicht) heißt der Titel eines Beitrags, in dem es um eine Fallstudie über den 44-jährigen Künstler Damien Hirst geht, die von Business Schools in Management-Kursen verwendet wird. Abgeleitet werden Handlungsempfehlungen für Manager beispielsweise in Bezug auf die Wertschöpfungskette und die geniale Selbstvermarktung des Künstlers, der als “Meister der strategischen Innovationen” bezeichnet wird.

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Das Online-Portal vom Handelsblatt veröffentlichte am 01.01.2010 einen Artikel über neue Tendenzen, BWL-Studiengänge mit Kunst zu verbinden. Die Studenten können an diesen Unis nicht nur Vorlesungen wie z.B. Statistik oder Bilanzierung besuchen, sondern auch etwas über Malerei, Bildhauerei, Theater oder Philosophie kennenlernen. Patrick Schild, Partner bei der Personalberatung Odgers Berndtson, sagt in diesem Artikel: “Wir brauchen mehr Betriebswirte, die über den Tellerrand ihres Faches geguckt haben”. Verschiedene Unternehmen, wie die Drogeriemarkt-Kette dm, die Biomarke Alnatura, der Naturkosmetikkonzern Weleda, die GLS Bank, die mit sozial-ökologischen Bankgeschäften ihr Geld verdient, und seit neuestem auch die Warenhausgruppe Globus – sie alle lassen ihren Führungskräftenachwuchs mit Kunst in Berührung kommen.

