Wer kennt sie nicht? Die Filme von Monty Python. Immer wieder gern gesehen und herzlich gelacht. Aber wer erinnert sich an die Szene, in der Brian wie eine “perfekte Führungskraft” seine Leute zur Individualität ermuntert…., bis er selbst von der nächsthöheren Instanz ausgebremst wird?
“Spuren verweisen auf Abwesenheit und Vergangenheit, lassen über das Persönlichkeitsprofil ihrer Verursacher und deren Verhalten spekulieren und sind in ihrer Zeichenhaftigkeit mit dem Kunstwerk verwandt. Um diese thematischen Eckpfeiler ranken sich auch die Beiträge der Schau.”
Den ganzen Beitrag von Rainer Beßling (Eig. Ber.) lesen Sie hier.
“Psychologe Dr. Christoph von Quast (von Quast Institut für psychologische Forschung und Beratung) hat einen wissenschaftlich fundierten Test entwickelt, der verborgene Seiten offenbart – und im Ergebnis zeigt, wie Sie Ihre Potenziale entfalten können.
Für emotion-Leserinnen gibt es die ausführliche Persönlichkeitsanalyse zum Sonderpreise: Statt 29 Euro kostet die Auswertung nur 16 Euro.
Darin enthalten sind:
• eine wissenschaftlich fundierte Analyse von 22 Faktoren Ihrer Persönlichkeit
• ein persönlicher, 20-seitiger Ergebnisbericht, den Sie sofort im Anschluss als pdf herunterladen können
• eine grafische Veranschaulichung Ihrer Testergebnisse”
Im Zeitalter der Vernetzung von Gesellschaften und der Verknüpfung von Wissenschaften ist die Frage nach dem Sinn der Verbindung von Kunst und Wirtschaft logisch und unvermeidbar. Die Argumente, die dagegen sprechen, liegen auf der Hand: Warum sollte Kunst die Gefahr des Verlustes ihrer Autonomie eingehen und sich funktionalisieren lassen? Kunst existiert oft in einer gewissen Absichtslosigkeit, es ist die Erfassung und Dokumentation einer Idee oder einer Sache in Form von individueller Darstellung. Dadurch spielt die persönliche Botschaft, die “Sprache” des Künstlers eine wesentliche Rolle. Wirtschaft hat Ziele, die erreicht werden, am besten so effektiv und so effizient wie möglich. Die größte Schnittstelle zwischen Kunst und Wirtschaft ist das Produkt. Beide generieren ein Produkt, wobei das Produkt der Kunst ein Einzelstück ist, Ausdruck und oft Ende eines Prozesses, einer Auseinandersetzung. Das Produkt der Wirtschaft hingegen ist Massenware. Sein Prozess reduziert sich auf den Fertigungsprozess, der andere Kriterien hat als der künstlerische. Den größten Nutzen hat Wirtschaft von Kunst, wenn sie die Kriterien des “Fertigungsprozesses” im künstlerischen Prozess genauer untersucht und Teile daraus für sich adaptiert. Durch Reduktion und Mechanisierung der wirtschaftlichen Fertigungsprozesse sind wesentliche, lebendige Wertschöpfungen verloren gegangen, der Prozess an sich ist tot.
Viele kennen es. Die unangenehme Aufgabe, die man ein, zwei oder auch drei Tage vor sich her schiebt, bis der Druck so groß wird, dass einem gar nichts anderes mehr übrig bleibt als sie zu erledigen. Umfragen in Europa, den USA, Kanada, Peru und Chile haben ergeben, dass weltweit 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ein ernsthaftes Problem mit dem Aufschieben von Arbeit haben. Besonders häufig sind Studenten betroffen, denn die wenig strukturierten Studienpläne und Abgabetermine machen sie besonders anfällig für das sog. Prokrastinieren ( Lateinisch: vertagen). Dies betrifft Dinge, die als wichtig, aber unangenehm identifiziert werden, was dazu führt, sie auf den letzten Drücker zu verschieben. Bei knapp 50 Prozent der amerikanischen Studenten habe sich das Problem bereits zu einer ernstzunehmenden Arbeitsstörung entwickelt. Pychyl und Ferrari haben als Pioniere die “Procrastination Research Group” gegründet, die bis heute die weltweiten Experten des Aufschiebens vereint.
Aufschiebeprobleme sind ein bereits großer Anteil von Lern- und Leistungsstörungen bei Studenten. Die Aufschieber sind nicht faul, sie verwenden ihre Zeit bloß nicht für das, was wichtig ist. Stattdessen putzen sie, kaufen ein, erledigen dies&das und bereiten sich gedanklich auf das vor, was sie vor sich her schieben.
Immerhin hat Nando Pelusi von der St. John’s University in New York in diesem Zusammenhang herausgefunden, dass das Aufschieben in prähistorischen Zeiten überlebenswichtig war, weil die Kraft auf den Moment gerichtet werden musste; es ging um das Bestehen und Überleben im Hier und Jetzt. Das Gehirn hat sich diese Überlebensstrategie etwas zu lange bewahrt, denn heute zählt wohl mehr als jemals zuvor die Fähigkeit, das eigene Handeln effizient auf die Zukunft auszurichten. Zudem wird chronisches Aufschieben häufig von Depressionen begleitet, da das Aufschieben eine ständige Stresssituation bedeutet.
Durch den Einsatz von Persönlichkeitsprofilen konnten sich zwei Aufschiebetypen unterscheiden lassen: Der Vermeidungsaufschieber, der unter Versagensängsten und der Annahme leidet, seine Umwelt stelle sehr hohe Ansprüche an ihn. Hierzu gehört wohl auch der Perfektionist, der alles hundertprozentig richtig und genau machen möchte.
Ein weiterer Typ ist der Erregungsaufschieber, der das Adrenalin braucht, um sich in Gang zu setzen, und der davon überzeugt ist, dass ihn diese Arbeitsweise um ein vielfaches kreativer arbeiten lässt als die strukturierte und geplante.
Der Artikel dazu auf süddeutsche.de ist zwar schon etwas älter (14.02.2008) aber sehr spannend.
Happy Computers ist eine Firma für IT-Training, die davon überzeugt ist, das Lernen Spass machen sollte. “Spass”, dieser eigentlich schon fast negativ besetzte Begriff ist in diesem Fall ernst gemeint. Die Grundregeln lesen sich auf der Homepage wie folgt:
Tell me and I will forget
Show me and I will remember
Involve me and I will understand
Henry Stewart ist der Gründer von „Happy Computers“. Interessanterweise bietet diese Firma die gleiche Art von Dienstleistung an wie viele andere, verlangt dafür aber das Doppelte – wie kann das funktionieren? Der Erfolg liegt an dem Managementmodell.
Quelle: www.happycomputers.co.uk
Statt über die Verbilligung von Produkten oder Arbeitskräften nachzudenken, beschäftigt sich Stewart damit, wie er die Kreativität, Leidenschaft, Lernbereitschaft und Eigeninitiative fördern kann. Führungskräfte werden nicht aufgrund von Zeugnissen, sondern aufgrund von realen Führungsqualitäten ausgesucht. Begeisterung für die Menschen und die 100prozentige Bereitschaft bei der Unterstützung ihrer Potenzialentwicklung ist das Führungsmotto. Das gleiche gilt für die Trainer oder Mitarbeiter.
Der Einstellungsprozess richtet sich nach diesem Grundsatz. Wer einen Job haben will, darf einen Tag lang beweisen, das er Talent und die Fähigkeit hat, dazuzulernen. Zu dieser Unternehmenskultur gehört auch, dass Fehler akzeptiert werden, Kritik zugelassen wird und dass die Menschen so sein dürfen wie sie sind.
Offensichtlich ein Unternehmen, das nicht nur offiziell und proforma das Wort “Schwächen” gegen das Wort “Potenziale” eingetauscht hat, sondern in der es tatsächlich gelebte Kultur ist, die auch noch mit Erfolg belohnt wird. Denn: Während die Branche in England insgesamt bis zu 30 Prozent Rückläufe verzeichnet, hat “Happy Computers” seine Einnahmen verdoppelt.
Forscher haben herausgefunden, dass optimistische, glückliche und zufriedene Menschen ein kleineres Risiko für Herzerkrankungen haben als unglückliche Nörgler und Schwarzseher. Zu Beginn der Studie, die über zehn Jahre lief, wurde ein Persönlichkeitsprofil erstellt und die allgemeine Zufriedenheit im Job und Privatleben ermittelt. Diejenigen, die eine optimistische Einstellung zum Leben hatten, waren 22 Prozent weniger von Herzinfarkten und Angina-pectoris-Anfällen betroffen. Nach dieser Studie von W. Bartens in der Süddeutschen Zeitung zu urteilen meine ich, dass Ärzte also mehr Wert auf die Beobachtung und Betreuung des seelischen Erlebens ihrer Patienten legen können sollten. Das ist natürlich schwierig, wenn sie Patienten im zehn Minuten Takt behandeln müssen.
In deutschen Unternehmen werden Innovationen dringend benötigt, unser Rohstoff sind eigentlich die Innovationen. Dennoch, Innovationen treffen immer wieder auf Widerstand, Routinen nicht. Die Innovationspsychologie beschäftigt sich mit dem Verhalten der Menschen während eines Innovationsprozesses. Welche Kompetenz ist eigentlich erforderlich um Innovativ sein zu können? Welche Vorraussetzungen sollten in einem Unternehmen vorhanden sein, damit Innovationen entwickelt und umgesetzt werden können?
In dem Artikel “Psychologie der Innovation” von Michael Storks auf www.neunsight-live.de wird das Verhalten in deutschen Unternehmen aus der Sicht verschiedener psychologischer Disziplinen wie beispielsweise der Risikoforschung betrachtet.
“Weniger reden fördert die Innovation” ist ein Fazit am Ende des ausführlichen und sehr interessanten Artikels. “Einige Minuten stillen Nachdenkens auf einer Sitzung stärkt die Innovationsfähigkeit einer Gruppe. So kann sich die Anzahl innovativer Ideen sogar verdoppeln, vor allem in Gruppen, die mindestens eine relativ introvertierte Person umfasst. Zu diesem Schluss kommt Arne de Vet in seiner Dissertation über die Auswirkung stillen Nachdenkens auf Kreativität und Innovation.”
Der Philosoph Richard David Precht und der Hirnforscher Gerhard Roth über das Ich-Bewusstsein, die Willensfreiheit und die Schwierigkeit, sich zu ändern.
In dem Artikel beschreibt Precht, dass wir nur einen kleinen Spielraum hätten, in dem wir unser Verhalten ändern könnten. Roth schließt sich dem an, er geht von etwa 20 Prozent aus. Der Spielraum wird von der Persönlichkeit definiert, die Empirie zeige drei verschieden Typen. Eine kleine Gruppe Menschen, die auch unter schwerstem Druck nichts von ihren Prinzipien abbringen kann – Eine zweite, kleine Gruppe ist äußerst flexibel. Die größte Gruppe bilden die, denen es unterschiedlich schwerfällt, sich zu ändern. Die Persönlichkeit eines Menschen sei entscheidend bei der Fähigkeit sich zu ändern, zu höchstens 30 Prozent sei diese Fähigkeit angeboren, 50 Prozent sei frühkindliche Prägung, der Rest gesellschaftliche Determination plus etwas, was wir noch nicht wissen.
Precht meint, dass das Temperament am allerschwersten zu ändern wäre. Bei einer Depression helfe keine Vernunfterkenntnis, das Einzige, was dieser Mensch lernen könne, sei, intelligenter mit der Melancholie umzugehen und die Schwäche nicht zu kultivieren, sondern über sie schmunzeln oder sogar lernen, über sie zu lachen. Viel mehr könne die Ratio nicht bewirken.
Zur Frage, wer denn nun unser Handeln steuere, das denkende oder das fühlende Ich, sagt Precht, das die Gefühle uns zentral ausmachen und unser Handeln und unser Denken bestimmen. Selbst die logischsten Überlegungen kämen nicht ohne Gefühle aus.
Auch der Hirnforscher Roth gibt zu bedenken, dass unsere Ratio allein nichts bewegt, sondern dass wir elementar von unseren Affekten und der frühkindlichen emotionalen Konditionierung bestimmt werden. “Wir müssen eine Instanz haben, mit der wir überlegen können, was wir tun sollen, bevor wir etwas tun – das ist die Ratio. Sie hält inne, den Impuls zu handeln gibt sie aber nicht.”